Heißt das, jeder, der nach Amerika rein will, muß sich erst mal bücken?“. „Ja“, sagte der Dicke, weil wir uns immer bücken, wenn wir unsere Nationalhymne singen.“
Ein Mann sitzt in einem abgetragenen Anzug auf einem schäbigen Schiffskoffer. Er wartet auf eine Einreiseerlaubn
is für die USA – und erinnert sich an seinen Aufbruch in Deutschland „mit ‘nem Krug voll Rum, damit ich auf See nich‘ sterben tu...“ und an die wochenlange Überfahrt, auf der es vorkam, „...dass sich der Apotheker mit ganz großartiger Gewalt selbst in’s Gesicht brach, indem er sich gegen den Wind stellte.“
Nun sitzt er, zur Tatenlosigkeit gezwungen, im staatenlosen Zwischenraum und kann nur warten, dass etwas mit ihm geschieht – eines von Millionen Emigranten-schicksalen, wie sie damals und heute vorkamen und vorkommen.
Ausgehend vom fiktiven Lebensbericht des mecklenburgischen Tagelöhners Jürnjacob Swehn, den Tagebüchern des Hamburger Reiseschriftstellers Friedrich Gerstäcker, sowie Briefen deutscher Ame