Zeit der Poesie
styckwaerk
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Mit dem in diesem Jahr endlich veröffentlichte
n Debüt-Album „Nicht
darüber reden“ haben styckwaerk
nun endgültig und ein für allemal eine Platte vorgelegt, die nicht perfekt und
sauber produziert ist, sich aber dadurch – zum Glück – genau die Ecken und
Kanten bewahrt hat, die die heutige Musiklandschaft oft vermissen lässt. Kein
Hauch, nein, eine steife Brise von DIY zieht sich durch diese 12 Tracks, ebenso
wie der Schweiß, die Hartnäckigkeit und der Mief von tausend unausgeschlafenen Nacht- und Morgenstunden, verursacht durch drei Jahre andauernde Aufnahmekomplikationen.
Das braucht nicht zu erschrecken – es soll vielmehr beweisen, wie ernst
es styckwaerk meinen, wenn sie
lautstark verkünden „die Zeit der Poesie ist jetzt vorbei“, und wie viel Spaß
es ihnen macht, verschwitzt und mit blutigen Fingern den Sinn und Antrieb ihres
Tuns in Worte zu fassen:
„Erst
wenn du dich nicht mehr fragst: ‚was hast du getan?’,
dann
hast du dein Ziel erreicht – und alles fängt von vorne an.“
Das klingt nach Rastlosigkeit, nach Enthusiasmus, nach „never ender“.
Kein Wunder, wenn sie Konzert um Konzert organisieren und – um die Strapazen
der Albumaufnahmen zu vergessen – noch eine Tour durch Österreich, Tschechien
und Deutschland oben drauf setzen. styckwaerk
wollen keine Pause machen. styckwaerk
wollen sich nicht ausruhen. styckwaerk
wollen keinen Newcomercontest gewinnen. Die Jungs wollen verdammt noch mal
Auftritte spielen. Egal wo und egal wie. Mit oder ohne Strom. In WG-Küchen, in Akustik-Kneipen, auf Festivals, in Punkschuppen und in Rockclubs – unkompliziert, aber ernsthaft. Und mit allem Drum and Dran.
Eine kleine Bühne in einem coolen Laden – das ist es wo styckwaerk hingehören. Raue Stimmen, Gitarren, Schlagzeug, Bass. Aufs Maul und melodiös. Kompromisslos und
eingängig. Mehrstimmig und intensiv. Und die Zigarette danach – und mindestens
5 davor.